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Bei 25 C und Sonne ist es ein bisschen eigenartig, über Snowboarden zu schreiben, aber ich versuche es, weil wir uns am 1.April spontan für einen Kurzskitrip entschieden haben.

Netter Blick von der Piste...

Netter Blick von der Piste…

Lake Tahoe ist das nächste Skigebiet von San Francisco aus, etwa drei Stunden Autofahrt entfernt. Ende März hatten wir ein paar heftige Regentage und mein Freund – für mich bei knapp 20 C in San Francisco ziemlich absurd – begann nur noch von Neuschnee und Powder zu sprechen.

Wellness-Baby

Wellness-Baby

Es ist einfach besser zu bedauern, was man getan hat! Wir nahmen uns also spontan zwei Tage unter der Woche frei und ein nettes Hotel in Squaw Valley, dem Austragungsort der Winterolympiade 1960.

Claire im Schnee

Die schwierigste Frage: Skifahren mit Baby?! Haben wir ganz einfach gelöst, indem wir uns einen Skipass und Spaß im Schnee mit Claire geteilt haben.

Skihasen

Skihasen

Ich musste mir noch Schuhe besorgen, deshalb begann mein Freund die Skisaison, und ich das Vergnügungsprogramm für Claire und mich: Winterwandern. Ich hatte mir im Internet eine gute Runde ausgesucht, jetzt musste ich nur noch Claire so viel anziehen, wie ich das bei -8 C für angemessen hielt (soviel wir möglich).

Weg mit der Brille!

Weg mit der Brille!

Und die Gondel finden, die uns zum Ausgangspunkt diverser Wanderungen, dem Highcamp, bringen sollte. Das war schnell geschafft. Die Gondel brachte uns auf rund 2700 Meter, ohne dass Claire sich beschwerte. Schön, dass die Probleme (Höhenkoller), die mir erst nicht eingefallen sind, dann auch nicht eingetroffen sind!

Oben am High Camp gab es eine Menge: Heißer Pool, Eislaufbahn, Bars, ein Olympiamuseum – aber keine Wanderwege. Da sowieso kaum Skifahrer unterwegs waren, probierten wir ein paar Schritte am Pistenrand.

Einfach fallen lassen!

Einfach fallen lassen!

Claire demonstrierte mir  anschaulich, dass sie sich mit Strumpfhosen, zwei Hosen plus Schneeanzug kaum bewegen konnte. Naja, dachte ich mir, wenigstens keine Erkältung. Als ich für sie einen Schneemann bauen wollte, zeigte sie überhaupt kein Interesse und zog stattdessen ihre Schneebrille ab, sobald sie eine freie Hand hatte. Schließlich fanden wir ein Spiel, dass uns beiden Spaß machte: ich habe sie einfach in den Schnee geworfen. Nach einer knappen Stunden haben wir die nächste Gondel nach unten genommen. Sobald wir im Hotel waren, hielten wir ein gemütliches Nickerchen, um uns von den zurückgelegten Höhenmetern zu erholen.

Schwangere Mutti auf Snowboard

Nach der Piste

Nach der Piste…

Plötzlich riss mich mein Freund aus dem Tiefschlaf, drückte mir seine Liftkarte in die Hand und wünschte viel Spaß. Was blieb mir anderes übrig! Endlich wieder ein Board unter den Füßen, nach fast zwei Jahren Abstinenz! Dazu noch ein neues, Neuschnee und kaum ein paar Menschen auf der Piste! Allerdings hatte ich – hoffentlich durch die Schwangerschaft – ein neues Risikobewusst sein gegenüber den Gefahren des Skisports entwickelt.

...geht's zum Après Ski!

…geht’s zum Après Ski!

Sehr sorgsam suchte ich die weitläufigen Pisten nach potenziellen Raudis ab,  machte einen großen Bogen um Fun Parks und Schanzen und wählte ein sehr familienfreundliches Tempo. Eigentlich war ich mir selbst peinlich, aber schön war’s.

Spaziergang mit Schwarzbär

Der zweite Skitag verlief ähnlich, außer dass meine Beine eine gewisse Müdigkeit signalisierten. Aber diesmal wollten wir statt Aprés Ski einen Spaziergang am Lake Tahoe machen. Nach 40 Minuten Autofahrt fand ich die Idee sehr mittelprächtig.

Wieso denn Zoo?

Wieso denn Zoo?

Deshalb zeigte ich auf den nächsten Parkplatz und schlug vor, jetzt endlich ein paar Schritte zu gehen. Zeitgleich hatte ein Schwarzbär (übrigens ein brauner) die selbe Idee, und zwar am selben Ort.

Mein Freund machte eine kleine Fotosafari und wagte sich bis auf fünf Meter an den Bären heran, ich dachte, er sei wahrscheinlich gerade wach geworden und sicher hungrig. Deshalb blieb ich mit Claire so nah an unserem Auto, dass wir auf jeden Fall schnell einsteigen konnten, bevor der Bär uns erreicht hatte.

Wenigstens noch ein Blick auf den Lake Tahoe!

Wenigstens noch ein Blick auf den Lake Tahoe!

Ich hätte nicht damit gerechnet, mal eben so einen Bären in freier Wildbahn zu treffen, dabei ist er immerhin auf der kalifornischen Flagge abgebildet!

Claire ist ein großer Befürworter von Zimmerservice

Claire ist ein großer Befürworter von Zimmerservice

Aber mir war die Hotelbar dann doch lieber als ein Abendspaziergang, insbesondere, da Claire es schafft, wirklich jeden Hotelgast so anzusprechen, dass er nett zurück lächelt.

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