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Endlich jemand zum Spielen...

Eigentlich wollte ich schon immer einen Hund haben. Eigentlich. Denn ich hatte keine Lust, abends nicht mehr ausgehen zu können und meinen Urlaub um den Hund herum zu planen. Aber mit Claire leben wir ohnehin hundkompartibel. Ich habe immer noch keine Lust auf die Einschränkungen, aber für unser kleines Mädchen würde ich jederzeit und gerne auf noch viel mehr verzichten!

Als wir bei ihren Großeltern in Marokko waren, hat sie ihre Vorliebe für Hunde entdeckt. Egal warum Claire unzufrieden war, sobald ich sie zu den Wachhunden brachte, war sie still und zufrieden, streckte die Arme nach den ziemlich ungepflegten Hunden aus, und strahlte.

Wieder in San Francisco begann Claire auf unseren Spaziergängen nach jedem Hund die Arme auszustrecken. Sie hat überhaupt keine Angst und ist von den Tieren einfach fasziniert. Wie wäre ein Hund für uns? Vielleicht nicht ganz so perfekt, bevor ich weiß, wie es mit mir und Arbeit weiter geht…

Während ich mir so meine Gedanken machte, zog die Exfrau meines Freundes zurück nach San Francisco, und das mit einem goldigen Mini-Schnauzer. Mein Freund fragte, ob ich etwas dagegen hätte, wenn wir den Hund tagsüber nehmen, sie muss natürlich, wie so ziemlich jeder außer mir, arbeiten.

Coco und Claire (v.l.)

Coco und Claire (v.l.)

Seit Montag sind wir so einer Art Patchwork-Familie. Coco gehorcht aufs Wort und ist für Claire das faszinierendste Wesen auf der Welt. Während sie allein auf ihrer Spieldecke unzufrieden ist, ist sie mit Coco als Kameradin glücklich. Und ich habe wieder einmal ein paar Minuten mehr Zeit! Wenn Claire weint, muss ich nur nach Coco rufen, sie kommt sofort angerannt, und Claire strahlt. Vielleicht bringt ihr der kleine Hund sogar Laufen oder Krabbeln bei. Bislang interessiert sie sich nicht für Fortbewegung. Aber wenn Coco genug von Claire’s Gebabbel und Betatsche hat, geht sie einfach. Und Claire möchte natürlich hinterher…

Während ich schreibe, habe ich einen der gemütlichsten Morgen der Welt: Coco hat sich auf meinem Schoß zusammengerollt, Claire sitzt dafür und blättert in ihren Büchern. Der Regen prasselt an die Fensterscheiben.

Nur eine neue Herausforderung habe ich heute mit dem Hund: In Kalifornien sind Hunde in Lebensmittelgeschäften verboten, und wir haben einen leeren Kühlschrank. Wahrscheinlich muss Coco eine Stunde allein zu Hause bleiben, ich bin gespannt ob sie sich dann auch so vorbildlich benimmt!

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