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Ich starte jedes Jahr mit neuen Vorsätzen. Mein Auswahlkriterium: was ich in diesem Jahr erleben möchte. Die Liste ist ziemlich lang, aber ein Punkt darauf ist ein Marathon: Endlich mal wieder ein klares Ziel, auf das ich hinarbeiten kann! Das Leben mit Baby ist auf der einen Seite wunderschön, auf der anderen Seite fehlen Erfolge, Anerkennung und Herausforderungen (die gibt es schon, aber eher an die Nerven, als an das körperliche oder intellektuelle Leistungsvermögen).

Der Grizzly Train Run...

Der Grizzly Train Run…

Außerdem will ich wissen, wie fit ich bin, und es macht Spaß mit Claire zu laufen. Den Babbyjogger merkt man kaum, solange der Belag glatt und die Strecke eben ist. Und bei Wind wird das Training gleich viel intensiver – was ja nicht unbedingt schlecht ist. Und Claire findet Spazieren gehen im Kinderwagen langweilig – entweder joggen, oder Tragegurt!

Es war überhaupt nicht schwer, einen passenden Marathon zu finden. Meine erste Wahl war der Big Sur Marathon, aber dort hätte ich nur noch starten können, wenn ich Geld für einen der Charity Partner gesammelt hätte. Wenn ich laufen will, müssen meine Freunde spenden? Das lasse ich nicht mit mir machen! Zum Glück habe ich eine gute Alternative gefunden: Grizzly Peak Trail Run.

Trainingsalternative: Treppensteigen mit Claire

Trainingsalternative: Treppensteigen mit Claire

Der Marathon findet am 5.April statt, fehlt also nur noch ein Trainingsplan. Ich habe im recherchiert, ob schon jemand einen Marathontrainingsplan an einen Babyjogger angepasst hat. Totale Marktlücke! Meine Suchergebnisse waren entsprechend skurril: Claudia, eine berufstätige Mutter, trainiert auf einen Marathon mit Sohn und Babyjogger. Das nennt sie dann „gemeinsam Zeit verbringen“. Aber wir laufen mit dem gleichen Modell „BOB Ironman“, und das läuft sich wirklich gut!

Erstaunlich die Reaktionen in einem Lauf-Forum, als sich ein Vater für den Rekord für Marathon mit Zwillingskinderwagen interessierte. Ich glaube, er wollte ihn brechen. Er bekam aber keine hilfreiche Antwort, sondern wurde schon allein für die Idee beschimpft, vermutlich stand inzwischen das Jugendamt vor der Tür. Dabei hatte der Mann erstaunlich gute Voraussetzungen: Seine Bestzeit ohne Kinder liegt bei 2:30, und seine Tochter ist drei Stunden lang vergnügt im Babyjogger.

Da können Claire und ich nicht mithalten! Ich bin noch nie unter 3 Stunden gelaufen, und wenn Claire eine Stunde lang im Jogger zufrieden ist, habe ich wirklich Glück. Meistens findet sie es eine halbe Stunde lang unterhaltsam, dann habe ich entweder ein schlafendes oder ein schreiendes Baby. Singen hilft manchmal, ist aber sehr anstrengend. Wenn es nicht hilft: Trainingsabbruch, bzw. –wechsel: dann kommen die Oberarme dran…

Trotzdem habe ich einen guten Trainingsplan gefunden. Ich halte mich an den Plan von Runner’s World für < 3:15. Alle Dauerläufe mache ich mit Claire, für schnelle Einheiten und lange Läufe – das heißt zweimal pro Woche für oder vier Stunden – brauche ich einen Babysitter. Zum Glück macht das mein Freund gerne. Und die Trainingseinheiten im Schwimmbad ersetze ich durch Treppensteigen mit Claire. Am 5.April werden wir sehen, ob es geklappt hat!

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