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Selten habe ich so viel Positives über eine Sache gehört, wie über das Stillen. Muttermilch ist die Eier legende Wollmilchsau in flüssiger Form: liefert dem Baby stets die Nährstoffe, die es gerade braucht, überträgt das Immunsystem der Mutter und schützt vor Allergien – lebenslänglich.

Es gibt eine Stillkommission, Stillgruppen, Stillberatung und jede Menge Informationen zu dem Thema. Ich kenne allerdings auch sehr gelungene Menschen, die ganz ohne Muttermilch groß geworden sind.

Es muss ja nicht immer Brei sein

Es muss ja nicht immer Brei sein

Trotzdem stillen Claire und ich. Das war für mich ganz ohne professionelle Hilfe naheliegend: so hat es die Natur vorgesehen, also wir es passen. Außerdem ist es praktisch. Ich bin gerne mit schlankem Gepäck unterwegs und mit der Planung unseres Windel- und Bodybedarfs vollkommen ausgelastet. Zudem bin ich sehr froh, wenigstens die Milch nicht vergessen zu können, denn sonst habe ich schon fast alles liegen gelassen seit ich Mutter bin – außer Claire. Stillen ist bei uns einfach: die Milch fließt, Claire trinkt – angenehm für alle Beteiligten. Inzwischen wird Claire allerdings nicht mehr satt. Oder hat eine Vorliebe für Snacks im zwei Stunden Rhythmus entwickelt. Dadurch sind meine Nächte sehr kurz, und ich habe mich entschieden: wir stellen um auf Beikost.

So ganz „gesagt, getan“ war hier nicht angesagt. Ich habe eine leckere Auswahl an Hipp-Gläschen ab vier Monaten gekauft, Guten-Abend-Brei, Reisflocken und Bananen. Claire fand die Idee, einen Löffel in den Mund gesteckt zu bekommen, hervorragend. Sie wollte das auch gleich selbst übernehmen. Und mit den meisten Geschmäckern konnte sie sich anfreunden, bis auf die Reisflocken. Ich habe sie geschmacklich überprüft und würde meinen Mund dafür nicht noch einmal aufmachen – genau wie Claire. Aber anders als Claire schlucke ich mein Essen herunter. Sie schiebt es im Mund herum und entscheidet dann entweder zu schlucken oder zu spucken. So sind wir noch nie auf eine erwähnenswerte Kalorienzufuhr beim Füttern gekommen.

Der Versuch mit einem Stück Brezel (natürlich ohne Salz) endete mit dem Warnsignal Alarmstufe rot – das Lutschen an der Brezel hatte ihr gut gefallen, aber als sich ein Stück in ihrem Mund löste, war Claire völlig schockiert. Erst als ich es entfernt hatte, konnte sie sich langsam wieder entspannen.

Dieses Wochenende haben wir endlich ihr Lieblingsessen gefunden: Pita-Brot. Wir haben Freunde besucht, die einen extrem leckeren Kichererbsen-Eintopf gekocht hatten, dazu gab es Pita-Brot. Claire saß auf meinem Schoß und fand das Stillsitzen langweilig. Mehr aus Spaß habe ich ihr ein Stück Brot gegeben – der Tag war gerettet! Sie schnappte sich das Brot mit beiden Händen und steckte es begeistert in den Mund. Den dünnen Fladen hatte sie schnell aufgeweicht und heruntergeschluckt. Fladen Nummer zwei und drei folgten. Wir haben also einen neuen Beikost-Tipp gefunden!

Ob Claire damit besser schläft? Das Experiment läuft. Morgen früh wissen wir mehr…

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