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Gerade ist der America’s Cup in vollem Gange, und heute haben Claire und ich es zum ersten Mal geschafft, ein Rennen live anzuschauen. Das ist nicht gerade eine Meisterleistung, wenn man berücksichtigt, dass der America’s Cup schon am 4.Juli begonnen hat.

Spaziergang mit Blick auf

Spaziergang mit Blick auf den America’s Cup

Dafür haben Claire und ich die Boote außerhalb des Wettbwerbs fast jeden Tag bewundert. Ihre Schnelligkeit und ihre Eleganz. Manchmal scheinen sie dank einer speziellen Schwertkonstruktion sogar zu fliegen.

Ganz klar fallen sie in die Kategorie „Technik die begeistert“.

Weniger begeistert war ich von der überdimensionierten Vermarktung der Veranstaltung: Ausstellungen, Messen, Merchandising und ein aufwändiges Begleitprogramm auf zwei großflächige Gebieten inklusive kulinarischem Angebot, freiem WLAN und Antworten auf alle Fragen, die Besucher möglicherweise haben könnten, sofern sie denn kommen würden.

America's Cup 2013: Besucher wären willkommen

America’s Cup 2013: Besucher wären willkommen

Aber sie kamen nicht, jedenfalls nicht im geplanten Ausmaß. Mir kam es so vor, als ob sich die Veranstalter einfach zu wichtig genommen hätten, und eigentlich bin ich ganz froh, wenn nächste Woche alles vorbei ist.

Ich wollte das Rennen auch nicht anschauen, Claire und ich waren nur spazieren, aber einer der vielen freiwilligen Helfer, die nicht besonders viel zu tun haben, sprach mich an, erklärte mir ungefragt, wo die Toiletten sind, zeigte mir, wo ich stehen müsste um besonders gut zu sehen und sagte, der Start des nächsten Rennens sei in fünf Minuten. Das ist doch mal eine Gelegenheit, dachte ich mir. IMG_0287 IMG_0295Die Stimmung war gut, überwiegend picknickende Familien um mich herum. Ein betrunkener Amerikaner, der das Oracle-Boot lautstark anfeuerte und coachte, brachte mich innerhalb weniger Minuten auf die Seite der Neuseeländer. Ich war überrascht, wie spannend so ein Rennen ist! Neben Wind und Strömung spielt die Taktik eine wichtige Rolle, im wörtlichen Sinne: wie nehme ich meinem Gegner den Wind aus den Segeln? Und wir haben gewonnen!

Jetzt habe ich einen weiteren Punkt für meine To Do Liste „Wenn Geld keine Rolle spielen würde“: eine Stunde mit einer Crew auf dem AC72.

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