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QR-Code zu Mark Di Suvero's "Huru"

QR-Code zu Mark Di Suvero’s „Huru“

Aus technischer Sicht habe ich mit verschiedenen QR-Code Scannern gute Erfahrungen gemacht. Nur die Zeit vom Scannen des Codes bis zum Anzeigen der Inhalte könnte kürzer sein. Angekommen bei den Inhalten hätte ich mir das Scannen jedoch bislang immer sparen können: in der Regel bin ich auf der Webseite des Unternehmens gelandet, das den Code erstellt hat, im günstigsten Fall auf einem konkreten Produkt. Da spare ich mir doch lieber das Scannen, dieses gefühlte Minuten lange starren auf das Telefon in der Hoffnung, dass die schwarz-weißen Quadrate ein Geheimnis ausspucken, eine Überraschung oder wenigstens rein kommerziell Mehrwert bringen: Gutscheine, Sonderangebote, Gewinnspiele.

Per QR-Code direkt aufs Telefon

Per QR-Code direkt aufs Telefon

In Deutschland scanne ich nicht mehr aus Interesse, sondern aus Langeweile. Aber in San Francisco, der High-Tech-Wiege, wird man jawohl wissen, welche Inhalte man per QR-Code auf das Telefon bringt. Den ersten Scan-Versuch habe ich auf einem sehr schönen Spaziergang in Chrissy Field mit Claire unternommen. Dabei handelt es sich um einen stillgelegten militärischen Flughafen, der inzwischen Nationalpark und wesentlicher Bestandteil der Bike-the-Bridge-Tour ist, einem Angebot, das täglich mindestens tausend Touristen lockt.

Auf diesem Gelände stellt das SFMoMa aktuell die Skulpturen von Mark Di Suvero aus: Zusammengeschweißte Gebilde aus Stahlträgern, die für mich keineswegs von selbst erklären, warum sich die Mühe gelohnt hat, sie zusammenzubauen und ihnen einen neuen Namen bzw. Sinn zu geben. Da meine Tochter Claire und ich die Skulpturen fast täglich auf unserem Lieblingsspaziergang besuchen, habe ich sie mir dann doch einmal näher angeschaut, inklusive Beschreibung.

Skulptur Mark Di Suvero "Huru"

Skulptur Mark Di Suvero „Huru“

Die Beschreibungstafeln erhalten neben dem Foto und einer Beschreibung des Objektes einen QR-Code, einen Link und eine Telefonnummer, um weitere Informationen abzurufen. Was es hier wohl zu entdecken gibt, dass die Tafel nicht schon enthält? Ich habe mich gleich ans Testen gemacht und den QR Code gescannt. Dafür landete ich auf einer statischen Seite, lediglich ein Hinweis, dass es sich in Crissy Field eine Ausstellung von mark Di Suvero gibt. Vielleicht klappt der QR-Code nicht? Ich gebe den Link ein – und lande auf dem selben Bild. Das selbe Bild kann ich auch per SMS anfordern. Das ist ja mal ein Angebot!

Technischer Support für Kunstinteressierte

Technischer Support für Kunstinteressierte

Da ist das gibt das gute alte Telefon bessere Möglichkeiten: Über verschiedene Nummern lässt sich ein Audioguide auf Englisch, Spanisch, Franzöisisch oder Chinesisch abhören. Die Informationen gehen nicht weit über die Angaben auf der Tafel hinaus, aber die Übersetzung ist ein klarer Mehrwert. Dafür finde ich gibt es leider keine Angaben über die damit verbundenen Kosten.

Mark Di Suvero "Figulu"

Mark Di Suvero „Figulu“

Ganz ehrlich: Der Aufwand für das bisschen Information ist viel zu hoch. Da lohnt es sich viel mehr, die Aussicht auf die Golden Gate Bridge zu genießen, eventuell auch in Verbindung mit den Skulpturen. Und weil ich mein Telefon eh schon in der Hand hatte, habe ich selber ein paar Inhalte in Form von Schnappschüssen gemacht.

Was hätte man da an Inhalten unterbringen können: woher die Stahlträger kommen, wie die Statik der Stahlkonstruktion berechnet wurden, Eintrittsermäßigung in das SF MoMa. Ich bin gespannt, wann und wo ich einen QR-Code finde, dessen Inhalte mich überzeugen.

 

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