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Heute schreibe ich endlich den ersten Beitrag für mein Blog! Mir hat das Bloggen sehr gefehlt, seitdem ich hauptberuflich Mutter und Hausfrau bin.

Eigentlich hätte ich längst anfangen können, unsere Tochter ist heute knapp dreieinhalb Monate alt. Ein Tag hat 24 Stunden, davon schläft sie zwölf bis 15, dann brauchen wir noch etwa fünf Stunden zum Stillen, etwa eine Stunde zum Wickeln und frei Stunden zum Spielen, für Spaziergänge und diese Dinge. Ich schlafe ungefähr sieben Stunden, mir bleiben also theoretisch jeden Tag fünf bis acht Stunden für ein bisschen Haushalt und alles, was mich interessiert.

Praktisch funktioniert diese Rechnung nicht, weil meine Tochter einen ausgezeichneten Geschmack hat: am Schönsten ist es bei Mama und Papa. Allerdings reicht unsere bloße Anwesenheit nicht aus, sie möchte gerne von uns bewegt werden. Tanzen ist zum Beispiel sehr schön, aber auch gehen oder wippen. Wenn wir stehen bleiben, gibt sie gleich Rückmeldung, dass das Unterhaltungsprogramm nicht mehr ihrer Zufriedenheit entspricht.

Wohin mit dem Baby bei der Arbeit?

Wohin mit dem Baby bei der Arbeit?

Insgeheim freue mich ja, dass sie mich hier vorzieht, denn ihre Reaktion auf meinen Gesang war ernüchternd. Voller Stolz habe ich entdeckt, was für ein Repertoire an Kinderliedern in mir steckt, unterstützt von Götz Werner, bzw. dem dm-Drogeriemarkt. Meine Tochter hat zwar zugehört, aber auf Staubsauger, Föhn oder Dunstabzugshaube reagiert sie, indem sie sofort aufhört zu schreien und meistens einschläft. Auf mich nicht.

Wie sorge ich dafür, dass meine Tochter glücklich und zufrieden ist? Ich habe ein paar Wege gefunden:

  1. Stillen. Ich halte sie im einen Arm und schreibe mit der anderen Hand. Ich kann mir etwas Bequemeres vorstellen, aber es funktioniert.
  2. Der Sitzball. Sie kommt in ihr Tragetuch oder -gurt, ich hüpfe mit ihr auf dem Ball.
  3. Das Dschungelcamp. Das wäre eine sehr gute Lösung, wenn ich sie einfach auf die Spieldecke legen könnte. Aber allein das Hinlegen empfindet sie als Unverschämtheit: Wütendes Gebrüll und wildes Gestrampel. Meine Tochter bevorzugt eine sanftere Vorgehensweise: zunächst einmal schalte per Knopfdruck Dschungelgeräusche und Lichtspiele ein. Dann lege ich sie auf die Spieldecke, wobei ich sie nicht loslasse, sondern mit ihr spiele und singe. Dabei weise ich meine Tochter auf die entwicklungsfördernden Unterhaltungsangebote des Dschungels hin: Ein blauer Elefant, der rasselt, ein Papagei auf einem Rad, das sich drehen lässt, eine Giraffe mit einem Spiegel um den Hals. Meine Tochter wirft mir einen Und-das-soll-dein-Ernst-sein-Blick zu. Dann spielt sie mit ihren Händen, indem sie in verschiedensten Variationen an ihren Fingern lutscht oder die Hände auf ihrer Brust faltet. Mit ein bisschen Glück kann ich mich jetzt vorsichtig entfernen…

Gerade schreibe ich vom Hüpfball aus, und meine Tochter kommentiert mit begeisterten Ahhs – das bezieht sich weniger auf meine Schreibkunst, als auf meine Hüpfkompetenz, aber immerhin haben wir uns beide beim Bloggen amüsiert.

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